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Ausdauertraining

Achtung !!!!

Bevor Sie sich höheren Belastungen aussetzen, absolvieren Sie vorher ein Belastungs-EKG oder fragen in jedem Fall zuerst Ihren Hausarzt, ob es Gründe geben könnte, welche verbieten, dass sie höhere Herzfrequenzen erreichen.

Das beinhaltet auch die Einnahme von Medikamenten, welche die Herzfrequenz beeinflussen. Nehmen Sie z.B. Beta-Blocker, dürfen sie auf keinen Fall den Empfehlungen in der untenstehenden Tabelle Folge leisten.

Ausdauertraining

Es handelt sich dabei um alle Sport- oder Bewegungsformen, welche eine kontinuierliche Erhöhung der Herzfrequenz über einen bestimmten Zeitraum zur Folge haben. Zu diesen klassischen Sportarten gehören:

  • Joggen
  • Walken/Powerwalken
  • Nordic Walking
  • Crosstrainer
  • Ergometer /Fahrrad fahren
  • Stepper/Treppen steigen
  • Rudern
  • Schwimmen
  • Inlineskaten
  • Skilanglauf

Die Pulsfrequenz eines Menschen liegt im Durchschnitt bei 60-80 Schlägen pro Minute. Bei einem trainierten Herz kann sich die Frequenz absenken auf 40-60 Schläge pro Minute. Leistungssportler haben sogar < 40 Schläge pro Minute. Diese Absenkung erfolgt bei Trainingsanpassung des Herzmuskels. Dabei ist das Herz in der Lage, mit weniger Schlägen mehr Blut in den Organismus zu pumpen, und es braucht effektiv weniger Schläge/Minute als ein untrainiertes Herz.

Beachte :

Haben sie Rücksprache mit Ihrem Arzt gehalten?!

Sie nehmen keine Medikamente die Ihr Herzkreislaufsystem beeinflussen?!

Wie bestimme ich meine Pulsfrequenz ?

Es gibt Faustformeln im Ausdauertraining, die eine Leitlinie darstellen, aber nicht in der Lage sind, die Individuelle Herzleistung für den Trainierenden zu ermitteln.

Faustformeln

220-Lebensalter

Deutet auf die in Ihrem Alter erreichbare MAXIMALE Herzfrequenz hin. Das ist die maximale Leistung, die der Herzmuskel kurzzeitig erreichen kann, aber in keinem Fall als Trainingspuls über längere Zeit zu verstehen ist. So wird auch klar, dass je älter ich werde, meine maximal mögliche Herzfrequenz sinkt. Möchte ich von dieser Formel eine Trainingsfrequenz ableiten, subtrahieren Sie einen % Satz, welcher dem Trainingszustand entspricht, z.B.220 - Lebensalter -30%,

z.B. 25 Jahre alter Mann:

220-25 =195 (davon -30%)= 58,5

195-58,5= Trainingspuls 136,5

Wundern Sie sich nicht, wenn das Ergebnis Sie unter- oder überfordert, es ist nur ein wages Ergebnis.

200-Lebensalter

Entspricht dem maximal möglichen Trainingspuls, ungeachtet des zurzeit bestehenden Trainingszustandes. Bedeutet grob, dass alles unterhalb dieses Wertes, Energieverbrennung möglich macht. Sollten Sie gezielt den oberen Wert erreichen wollen und merken, dass Ihre Leistungsfähigkeit nicht ausreicht, sind zunächst andere Leistungsmerkmale zu trainieren, z.B. Lungenvolumen, Herzmuskelleistung oder Muskelbau. Mit dem Beginn der Aktivität passt sich der Körper innerhalb von 2-4 Wochen (bei 2-4 Mal Training die Woche) der geforderten Leistung an.

180-Lebensalter

Gilt für das Fahrradfahren unter denselben Gesichtspunkten wie beim Laufen (200-LA).

Laktatbestimmung

Ist die exakteste Form, den individuellen Trainingspuls zu ermitteln. Laktat ist Milchsäure, ein Stoffwechselendprodukt der Muskelzellarbeit. Es gibt einen Schwellwert der bei 3-4 mmol/l liegt.

(Millimol pro Liter (mmol/l) ist lediglich eine Maßeinheit, die die Konzentration der Milchsäure (Laktat) im Blut angibt).

Unter 3-4mmol/l sind wir in der Lage Fett als Energieträger im Muskel zu verbrennen. Somit verfügen wir über ausreichend Sauerstoff. Liegt die Laktatkonzentration im Blut, infolge von dauerhafter körperlicher Aktivität, über 3-4 mmol/l, stagniert die Fettverbrennung durch fehlende Sauerstoffsättigung. Die Folge ist mehr Verbrennung von Kohlenhydrat (Zucker), explodierende Laktat Entwicklung und damit ein absehbarer Leistungseinbruch.

Sehen sie unter Energiebereitstellung die Wertigkeit von Fett zu Kohlenhydraten.

Nun wird in einem Belastungstest auf dem Laufband, Fahrrad oder einer Laufstrecke die normale Herzfrequenz ermittelt. Dieser Test sollte vom Probanden als subjektiv etwas anstrengend wahrgenommen werden. Dennoch sollten Sie das Gefühl haben diese Belastung mindestens 30 Minuten durchhalten zu können.

Bei der Laktatmessung wird nach Entnahme eines Blutstropfens aus dem Ohrläppchen Mithilfe eines Messgerätes die Laktatkonzentration im Blut ermittelt. Das Ziel ist, den Kunden so nah wie möglich an die Schwellwert 3-4 mmol/l heran zu führen. In dieser Bereich hat der Mensch:

1. Die größtmöglichen gesundheitlichen Effekte durch Ausdauersport.

2. Die größte Energieverbrennung bei vollständiger Sauerstoffsättigung.

Beachte: Die Laktatschwelle ist unabhängig von der Höhe der Pulsfrequenz. Sie können von Pulswerten ausgehen, welche sich zwischen 120-190 bewegen und sind dabei in absoluter Sauerstoffsättigung. Es kommt auf die Konstitution des einzelnen an. Die Herzfrequenzen sind nicht gesundheitsschädlich außer bei Indikation durch Vorerkrankungen.

Biofeedback

Sie haben weder eine Pulsuhr noch die Lust sich einer Laktat Bestimmung zu unterziehen. Dann achten sie auf die Atmung.

- Wenn Sie sich in langen Sätzen unterhalten können, ohne aus dem Atemrhythmus zu kommen, haben sie ein regeneratives Training in niedrigen Laktatwerten (ca. 1,5-2,5mmol/l)

- Wenn Ihre Sätze kürzer werden und Sie sich konzentrieren müssen, um nicht aus dem Atemrhythmus zu geraten, sprechen wir von einem extensiven (anstrengendem) Training und liegen ca. bei Laktatwerten von 2,5-3,5mmol/l.

Achtung: Es dürfen keine Ermüdungserscheinungen auftreten wie z.B. Wadenkrämpfe oder Schweregefühl in den Oberschenkeln. In diesem Fall liegen sie bereits über 4mmol/l. Leistungseinbruch droht.

Der effektive Brennwert und somit der größere Erfolg liegt im extensiven Training, da sie mehr Fett verbrennen als beim regenerativen Training. Beide Methoden sind gesundheitlich gleichermaßen sinnvoll.

Alle anderen Formeln, die wilde Zahlen und 12 Kommastellen mit einbeziehen, können sie getrost beiseite lassen.

Dokumentation

Wichtig für Erfolg im Ausdauertraining ist die Dokumentation, um ERFOLGE sichtbar zu machen. Die meisten Pulsuhren haben einen Speicher, in dem bestimmte Durchschnittswerte nach dem Training abzulesen sind, z.B.

  • Durchschnittliche Herzfrequenz während der Trainingseinheit z.B. 114 Puls
  • Maximale Herzfrequenz während der Trainingseinheit z.B. 165 Puls
  • Trainingszeit z.B. 45 Minuten
  • Verbrannte Kalorien z.B. 445

Da Sie entweder einen Entfernungsmesser in der Uhr haben (kostspielig) oder Sie mit dem Tachometer Ihres Fahrrades die Strecke abgefahren sind, wissen Sie auch die km, die sie zurückgelegt haben.

Schreiben Sie alle ermittelten Werte untereinander in eine Exeltabelle oder auf ein Blatt Papier. Nach 4-6 Wochen haben sich bereits einige Werte angesammelt. Sie können nun genaue Veränderungen feststellen.

1. Während des Trainings hat sich die Herzfrequenz etwas reduziert
2. Die Frequenz ist gleich geblieben aber Sie haben die Strecke in kürzerer Zeit zurückgelegt.

Motivieren können Sie sich auch, indem Sie sich Aufgaben stellen. Erkundigen Sie sich nach den Stadtläufen in Ihrer Umgebung. Zwischen 5-42 km gibt es verschiedene Laufevents.

Die jubelnden Menschen am Straßenrand, die anderen Läufer, an denen Sie sich orientieren, garantieren ein tolles Erlebnis.