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Schädliches Verhalten

 

Schädliches Verhalten

Zivilisations- krankheiten

Ausdauertraining

Ursachen für gesundheitsschädliches Verhalten

  • Bewegungsmangel
  • Fehlernährung
  • Rauchen/Alkohol
  • Mangelnde Stressbewältigung

1. Bewegungsmangel:

- Wird folgendermaßen definiert:

Bewegen sie sich 30 Minuten am Tag, 5 mal die Woche, andersartig als es ihr Alltag gewöhnlich von Ihnen verlangt.

Dabei achten sie darauf sich 10 Minuten am Stück zu bewegen. Spazieren gehen, Treppen laufen statt Aufzug/Rolltreppen nehmen oder das Auto mal stehen lassen und zum Bäcker gehen sind ausreichende Maßnahmen, um den Risikofaktor Bewegungsmangel abzustellen. So verteilen sie die Bewegungseinheiten auf Vormittags, Mittags und Nachmittags je mindestens 10 Minuten. Steigende gesundheitliche Effekte erzielen sie bis 45 Minuten Bewegung.

Natürlich können sie auch mit Sport beginnen.

- Wirkt vorbeugend gegen:

  • Übergewicht
  • Bluthochdruck
  • Herzinfarkt
  • Gefäßerkrankungen wie Arteriosklerose, PAVK, KHK

Auszug der WHO: www.euro.who.int/obesity/move/20080410_2

  • Jedes Jahr sterben mindestens 1,9 Mio. Menschen weltweit (darunter auch 600 000 in der Europäischen Region der WHO) an den Folgen von Bewegungsmangel.
  • Bei mindestens 30 Minuten regelmäßiger und moderater körperlicher Betätigung fünfmal pro Woche sinkt das Risiko für einige der verbreitetesten nichtübertragbaren Krankheiten. Noch mehr Bewegung bringt noch zusätzlichen Nutzen.
  • Bewegungsmangel ist ein unabhängiger, modifizierbarer Risikofaktor für weit verbreitete nichtübertragbare Krankheiten.
  • 2005 starben über 35 Mio. Menschen an nichtübertragbaren Krankheiten; dies waren 60% aller Todesfälle weltweit. 80% der durch nichtübertragbare Krankheiten bedingten Todesfälle entfielen auf Länder mit niedrigem und mittlerem Einkommen. Ohne ein entschlossenes Vorgehen gegen die Ursachen wird für den Zeitraum 2005-2015 mit einem Anstieg solcher Todesfälle um 17% gerechnet.

2. Fehlernährung:

In den Industriestaaten leiden wir keinen Mangel, sondern an einem Überangebot. Jeder ist eigenverantwortlich für die Dinge, die er täglich isst.

Das bedeutet, dass von den falschen Dingen zu viel zugeführt wird.

Zu große Mengen an gesättigten tierischen Fetten und einfachen Kohlenhydraten sind Auslöser für zu hohe Cholesterin werte, Diabetes Typ II, Übergewicht, Bluthochdruck, Arteriosklerose und viele weitere Erkrankungen.

Wenden sie sich an eine Ernährungsberatung und lassen sie sich auf Ihre Bedürfnisse einstellen.

- Wirkt vorbeugend gegen:

  • Übergewicht
  • Bluthochdruck
  • Diabetes Typ II
  • Zu hohe Cholesterinwerte
  • Herzinfarkt
  • Gefäßerkrankungen u.v.m

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) hat Kampagnen ins Leben gerufen, wie z.B. 5 am Tag.

Das sollte eine Hilfe sein wie viel Obst und Gemüse wir täglich zu uns nehmen sollen.

5 Portionen Obst oder Gemüse.

Eine Portion entspricht dabei einer Handvoll, z.B. ein Apfel, eine Banane, eine kleine Schale Salat, eine Hand voll Beeren, ein Glas Obst oder Gemüsesaft.

Eine Portion darf auch über einen Saft gedeckt werden. Sie sehen, dass es entweder gar nicht so leicht, oder schwer ist den Tagesbedarf zu decken.

Wichtig: Kein Mensch der nicht nachweislich Krank, Schwanger oder extremen Lebenssituationen ausgesetzt ist, benötigt Nahrungsergänzungsmittel und sollte auf keinen Fall zu Tabletten greifen.

Lesen sie selbst unter folgendem Link:

http://www.test.de/themen/gesundheit-kosmetik/meldung/-Nahrungsergaenzungsmittel/1602850/1602850/

Trinken

Bitte achten sie darauf, dass sie ausreichend Trinken. Mindestens 1,5 Liter Wasser sollten sie zu führen, da sie genau die Menge über die Nieren täglich ausscheiden. Je Stunde Sport rechnen sie 1 Liter zusätzlich.

Trinken kann man lernen. Nehmen sie sich eine 1,5 Liter Flasche und stellen sie auf Ihren Schreibtisch. Greifen sie immer wenn sie daran denken zu und bis zum Abend sollte die Flasche leer sein.

Oder dokumentieren sie es über einen Zeitplan auf der Flasche. Einige Flaschen sind gerippt und dort vermerken sie auf jeder Rippe eine Zeiteinheit. Beginnen sie mit 9 Uhr und staffeln das im Stundentakt bis zum Boden der Flasche. So versuchen sie du der jeweiligen Uhrzeit auch die entsprechende Füll Höhe der Flasche erreicht zu haben.

3. Rauchen

Diesem Thema möchte ich nur Fakten sprechen lassen.

Bestandteile des Tabakrauchs und wo diese gefährlichen Stoffe noch zu finden sind:

 

Ammoniak

in Putzmitteln

 

Anilin

Bestandteil in Farbstoffen

 

Aromatische Amine

in der Farbstoffproduktion

 

Arsen, Blausäure

in Rattengift

 

Benzol

bei der Verdampfung von Benzin

 

Benzo(a)pyren

im Rauch von Öfen

 

Blei, Cadmium, Nickel

in Batterien

 

Formaldehyd

Desinfektionsmittel

 

Hydrazin

Raketentreibstoff

 

Kohlenmonoxid und -dioxid

im Rauch von Verbrennungsanlagen

 

Napthalin

im Mottengift

 

Nitrobenzol, Nitropyren

Abgase von Dieselmotoren

 

Nitromethan

Motortreibstoff

 

N-Nitrosamine

Im Kühlschmierstoffen, Ölen, Gummi

 

Phenol, Methylphenol (Teersäuren)

im Teer

 

Polonium 210

radioaktives Element, Alpha Strahlen

 

Teer

in Straßenbelägen

 

1,3-Butadien

Grundstoff für Autoreifen

Quelle: BZgA - Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

Fakten:

  • Es rauchen weltweit mehr als 1,1 Milliarden Menschen.
  • In Deutschland rauchen 20 Millionen Menschen im Alter von 18-59 Jahren.
  • In Deutschland sterben täglich 380 Menschen an den direkten oder indirekten Folgen des Rauchens, 140.000 Menschen pro Jahr.
  • Statistisch verliert jeder Raucher acht Jahre seines Lebens, in Extremfällen bis zu 20 Jahren.
  • Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sterben weltweit jährlich fünf Millionen Menschen an den Folgen des Zigarettenkonsums, alle neun Sekunden ein Toter.
  • Bei anhaltendem Konsumtrend wird in den kommenden Jahrzehnten die Zahl der Raucheropfer auf 10 Millionen Todesfälle jährlich steigen.
  • 40 Prozent der 12- bis 17-Jährigen rauchen regelmäßig oder gelegentlich.
  • Das durchschnittliche Einstiegsalter liegt bei 11,6 Jahren.
  • 70 Prozent der Raucher gelten als nikotinabhängig und müssten als Suchtpatienten behandelt werden.
  • Nikotin hat ein weitaus größeres Abhängigkeitspotenzial als Alkohol.
  • Nikotin ist eine Substanz mit höchstem Abhängigkeitsgrad, der höher ist als Heroin.
  • Zigaretten sind für Kinder und Jugendliche der häufigste Einstieg in die Welt der Drogen.
  • Es ist bewiesen, dass die Kinder rauchender Eltern doppelt so häufig zur Zigarette greifen, wie Kinder aus Nichtraucherhaushalten.
  • Schätzungen zufolge werden täglich etwa 1.000 Jugendliche in Deutschland zu regelmäßigen Rauchern.
  • Die Behandlungen von Folgeerkrankungen, Produktivitätsverlust sowie Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit bei Rauchern kosten jährlich 17,5 Milliarden Euro.
  • Die Tabaksteuer bringt jährlich rund 14 Milliarden Euro ein.
  • Jährlich gibt der einzelne Raucher für den Zigarettenkonsum mehr als 1000 Euro aus.

Nebenwirkungen:

  • Krebserkrankungen: Lungen-, Kehlkopf-, Mundhöhlen-, Rachen-, Speiseröhren-, Bauchspeicheldrüsen-, Harnblasen-, Nieren-, Gebärmutterkrebs und Leukämie.
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen: Herzinfarkt, Schlaganfall, Gefäßverschlüsse, Bluthochdruck und erhöhte Pulsfrequenzen.
  • Lungen: Chronische Erkrankungen der Atemwege wie Lungenemphysem, Asthma, Bronchitis.
  • Immunsupression: Stark erhöhte Anfälligkeit für Infektionen.
  • Durchblutungsstörungen: Gefäßverengungen führen zu Kopfschmerzsyndromen, gesteigerten Muskelverspannungen und Bandscheibenvorfällen. Gefahr durch Stoffwechselverschlechterung.
  • PH-Werte: Rauchen bildet saures Milieu im Körper durch die Inhalation von Schadstoffen wie Kohlenmonoxid, Stickstoffoxiden, Kadmium, Zink, Nickel, flüchtigen Aldehyden, Benzolen, polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen und Blei.

Kurzfristige Auswirkungen auf den Passivraucher:

  • Kurzatmigkeit und Verstärkung von Asthma,
  • Erektionsstörungen und Impotenz,
  • erhöhte Kohlenmonoxid-Konzentration und damit schlechterer Sauerstofftransport im Blut,
  • erhöhte Herzfrequenz,
  • erhöhte Blutdruckwerte.

Langfristige Auswirkungen auf den Passivraucher:

  • Lungenkrebs (siehe Raucher),
  • Erhöhte Infektionsanfälligkeit: Bronchitis, Lungen- und Mittelohrentzündungen.
  • Herzinfarkt und Schlaganfall,
  • Durchblutungsstörungen,
  • Chronische Atemwegserkrankungen.

Alkohol:

Heute sind alkoholische Getränke fester Bestandteil unserer Alltagskultur. Man trinkt Bier, Wein, Sekt oder Spirituose:

  • Zum Essen oder gegen den Durst.
  • Zu geselligen Anlässen, Festen und Feiern aller Art
  • Als kleine Besonderheit im Alltag (Feierabendbier)
  • Wenn man Probleme hat und Entspannung sucht

Der mäßige Konsum alkoholischer Getränke ist gesellschaftlich akzeptiert, unkontrollierter Konsum und Trunkenheit dagegen werden weiterhin abgelehnt.

Alkoholischer Inhalt in Gramm:

 

Bier 0,5 l

4,8%

Ca. 19,2g Alkohol

 

Wein/Sekt 0,2 l

11%

Ca. 17,6g Alkohol

 

Spirituosen (Korn 0,02)

33%

Ca. 5,28g Alkohol

Zu beachten ist das Alkohol erst ab einer Konzentration von 0,5% kennzeichnungspflichtig sein muss. Bei sogenanntem alkoholfreien Bier und Malzbier können bis zu 5g pro Liter enthalten sein.

Aktueller Konsum (2005)

2005 lag der Pro-Kopf Verbrauch an reinem Alkohol in Deutschland bei 10 L

Wirkung

  • Bereits ab 0,2 Promille (Fahrverbot ab 0,5 Promille) verändert sich subjektives Erleben und persönliches Verhalten. Pro kg Körpergewicht baut der männliche Körper stündlich rund 0,1g/0,15 Promille Alkohol ab. Für den weiblichen Körper liegt dieser Wert bei rund 0,085g/0,13 Promille.
  • Ab 1 Promille beginnt das Rauschstadium mit läppisch-heiterer oder depressiver Stimmung . Es kommt zu Gleichgewichts-und Sprachstörungen (Torkeln/Lallen).
  • Ab 2 Promille wird das Betäubungsstadium erreicht. Störungen des Gedächtnisses und der Orientierung treten auf. Aufgrund der betäubenden Wirkung des Alkohols kann es zu Verletzungen wie Verbrennungen und Erfrierungen kommen.
  • Ab 3 Promille beginnt die schwere, akute Alkoholvergiftung, die im schlimmsten Fall zum Tod durch Atemstillstand führen kann.

Akute Gefahren

  • Eine schwere Alkoholvergiftung kann zum Tod durch Atemlähmung führen.
  • Unter Alkoholeinfluss steigt die Unfallgefahr in allen Lebensbereichen steil an.
  • Alkohol und Medikamente beeinflussen einander in unberechenbarer und manchmal gefährlicher Weise. Deshalb muss immer erst geklärt werden, ob trotz Einnahme eines Medikaments Alkohol getrunken werden darf.

Gesundheitliche Folgen:

  • Leberschwellung, Leberverfettung und schließlich Leberzirrhose (eine chronische Leberschädigung, welche mit einer verkürzten Lebenserwartung verbunden ist) sind mögliche Folgen.
  • Jeder Rausch zerstört Millionen von Gehirnzellen. Zuerst leiden Gedächtnis und Konzentrationsvermögen, Kritik- und Urteilsfähigkeit, später die Intelligenz, bis hin zu völligem geistigen Abbau.
  • Bauchspeicheldrüse, Magen und Darm können sich entzünden.
  • Die Gefahr der Krebserkrankungen der Leber, des Magens, im Bereich von Mund-und Rachenhöhle, des Kehlkopfes und der Speiseröhre steigt.
  • Beeinträchtigt die Potenz und das sexuelle Erleben.
  • Bei andauerndem Missbrauch werden Alkoholkranke z.B. unzuverlässig, reizbar, depressiv und übertrieben eifersüchtig.

Der Schritt zur Sucht:

Wer regelmäßig Alkohol trinkt, um z.B. Stress, Ärger, Wut oder Trauer besser aushalten zu können, ist gefährdet. Und je öfter Alkohol scheinbar für das Wohlbefinden sorgt, desto weniger gelingt es, schwierige Situationen ohne Alkohol zu bewältigen. Ein kritischer Punkt ist erreicht, wenn man sich ohne Alkohol kaum noch entspannen und wohlfühlen kann.

Ernste Warnzeichen sind Gedächtnislücken nach durchzechten Nächten, Einschlafstörungen und Unruhe, wenn man nichts getrunken hat. Weitere Folgen wie Streitereien mit Angehörigen über Alkohol, nachlassende Leistungsfähigkeit im Beruf. Schuld- und Schamgefühle können hinzukommen.

Die Faustregeln für einen risikoarmen Konsum:

  • Trinken sie als Frau pro Tag nicht mehr als ca. 0,3l Bier oder 0,15l Wein/Sekt oder ca. 4cleiner Spirituose (Likör, Korn, Wermut etc.)
  • Trinken sie als Mann pro Tag nicht mehr nicht mehr als 0,6l Bier oder 0,3l Wein/Sekt oder ca. 8cl.einer Spirituose (Likör, Korn, Wermut etc.)
  • Ergänzend gilt die Empfehlung, an mindestens zwei bis drei Tagen pro Woche auf Alkohol ganz zu verzichten, um eine Gewöhnung zu vermeiden.

4. Mangelnde Stressbewältigung:

Unsere Zeit wird durch technischen Fortschritt immer schneller. Die Zeiten in denen wir die Seele baumeln lassen immer kürzer.

Eustress und Distress

Eustress ist das, was wir wirklich gerne machen. Im Gegensatz dazu steht Distress als all das, was wir nicht gerne tun, was schlecht für uns ist, was wir gezwungenermaßen tun usw.

Die Folge von überwiegend negativem Stress :

  • rezidivierende Infekte
  • Allergien und Heuschnupfen
  • Magen- und sonstige Verdauungssymptome
  • Schlafstörungen, Gereiztheit, ständige Unlust und sonstige nicht übliche psychischen Symptome
  • Konzentrationsschwäche, Gedankenflucht
  • Ständige Müdigkeit, depressive Verstimmung
  • Häufiger Harndrang
  • Zu wenig oder zu viel Appetit
  • Verstärkter Bedarf an Nikotin, Alkohol, Kaffee, sonstige Drogen
  • Ständig kleinere Verletzungen oder auch chronische "Wehwehchen", die trotz guter Therapie nicht auszuheilen sind.

Folgende Symptome sind mit Änderungen des Gefäß- und Muskeltonus verbunden:

  • Zittern, nervöse Ticks, Stottern
  • Migräne
  • Nacken- Kreuzschmerz mit entsprechenden muskulären Verspannungen der Schulter- und paravertebralen Muskulatur
  • Nächtliches Knirschen der Zähne mit den Folgen: erhöhte Empfindlichkeit bzw. Schmerzen gegen süß/sauer, heiß/kalt, eventuell Kiefergelenksprobleme.

Was können sie dagegen tun ?

  • Ausdauersport hilft Stress abzubauen
  • Bewegung allgemein
  • Autogenes Training
  • Progressive Muskelentspannung nach Jakobson

Sollten sie an einem Punkt sein, wo sie keinen Ausweg mehr sehen, nehmen sie professionelle Hilfe in Anspruch. Die Internetseite kann Ihnen dabei hilfreich sein: http://www.deutsche-depressionshilfe.de/

Eine andere Alternative wäre Ihre Krankenkasse, da die meisten bei nachweislichen Problemen gelistete Psychotherapeuten haben und die Kosten übernehmen.

Achten sie darauf, dass sie nicht ausschließlich durch Fremdbestimmung von außen handeln. Erhalten sie sich ein Hobby, eine Insel der Ruhe in der sie ganz für sich sind und Kraft tanken können.